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Ob in Indien oder Kanada, in Simbabwe oder Jamaika – die Weltsprache Englisch dient rund um die Erde als Mittel der Verständigung, aber auch als Sprache der Literatur.

Mit den englischsprachigen Literaturen außerhalb Großbritanniens und den USA beschäftigt sich die Gesellschaft für die Neuen Englischsprachigen Literaturen e.V. (GNEL), eine wissenschaftliche Vereinigung, in der sich Hochschullehrer(innen), Studierende, Lehrer(innen) und Kulturvermittler aus Deutschland, Europa und Übersee zusammengeschlossen haben.

Die GNEL widmet sich der Erforschung der Literaturen jener Weltgegenden, die bis weit in das 20. Jahrhundert hinein der Kolonialmacht England unterstanden. Viele ihrer heutigen politischen und sozialen Probleme lassen sich aus dieser historischen Erfahrung ableiten. Gleichzeitig sind im Zuge kultureller Globalisierungsprozesse überall in der englischsprachigen Welt neue Formen von Kultur entstanden, die durch transnationale Verbindungen zwischen Gesellschaften und Individuen, Migrationsbewegungen und diasporische Gemeinschaften geprägt sind.

Im Unterschied zu anderen Vereinigungen, die sich dem Studium einzelner Länder oder Regionen widmen, geht es der GNEL um die Zusammenschau und um die vergleichende – auch fächerübergreifende – Betrachtung. Das Ergebnis ist einerseits eine umfassende literarisch-kulturelle Geographie der englischsprachigen Regionen Afrikas, Asiens und der Karibik sowie von Kanada, Australien und Neuseeland; andererseits ein vergleichender Blick auf die Rolle des Englischen als – auch umstrittenes – Medium der Kommunikation, der kulturellen Interaktion und der Literatur. Die GNEL beschäftigt sich deshalb auch mit Diaspora- und transkultureller Literatur, z.B. in Großbritannien.

 

Leistungen

Seit den siebziger Jahren hat man innerhalb der Anglistik darum bemüht, den traditionellen Bereich des Faches auszuweiten und den Neuen Englischsprachigen Literaturen ihren Platz in Lehre und Forschung zu sichern. In der 1989 gegründeten GNEL wurden dazu vielfältige Aktivitäten entwickelt:

· Jährliche Konferenzen mit Beteiligung von zahlreichen Hochschullehrer(inne)n und Autor(inn)en aus der englischsprachigen Welt; die Vorträge dieser Treffen werden in Konferenzbänden publiziert;

· Herausgabe des halbjährlichen Informationsdienstes ACOLIT mit einem Verzeichnis der im deutschsprachigen Raum angebotenen Lehrveranstaltungen und erschienenen Publikationen zu den Neuen Englischsprachigen Literaturen sowie Beiträgen zur Entwicklung des Fachs.

· Durch den Dialog mit Wissenschaftler(inne)n, Promovierenden, Studierenden, Lehrer(inne)n und Autor(inn)en auf internationaler Ebene fördert die GNEL die wissenschaftlichen Erkenntnisinteressen ihrer Mitglieder und den allgemeinen kulturellen Austausch.

Wir wollen mit den Kolleg(inn)en und Autor(inn)en aus unserem Forschungsbereich reden – nicht nur über sie. Die GNEL lädt deshalb regelmäßig Schriftsteller(innen) und Akademiker(innen) aus allen Regionen der englischsprachigen Welt zu ihren Konferenzen ein und stellt ihnen ein effizientes Netzwerk für Gastvorträge und Lesungen zur Verfügung. Die GNEL setzt sich darüber hinaus für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit benachbarten Disziplinen wie der Geschichte, Soziologie, Ethnologie und Kulturanthropologie sowie der Sprach- und Medienwissenschaft ein.

 

Nachwuchsförderung

Die GNEL legt besonderes Gewicht auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses – und dieser Anspruch wird ernst genommen: Die Teilnahme an den Jahreskonferenzen, die Mitgliedschaft in der Gesellschaft und die Mitarbeit im Vorstand steht auch Studierenden und Doktorand(inn)en offen.

Alle zwei Jahre findet eine “Summer School” zu den Neuen Englischsprachigen Literaturen statt, durch die Studierende der Anglistik einen Einblick in den facettenreichen Bereich ihrer Disziplin erhalten. Die "Summer School” wird von studentischen Mitgliedern eigenverantwortlich vorbereitet; die GNEL leistet Hilfestellung bei der Organisation und Finanzierung und stellt qualifiziertes Personal für Vorlesungen und Seminare zur Verfügung.

Da die Neuen Englischsprachigen Literaturen bislang noch nicht an allen Universitäten fester Bestandteil der Forschung und Lehre sind, stößt die Betreuung von Abschlussarbeiten und Dissertationen zuweilen auf Probleme. Deshalb hat die GNEL Informationen über Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten an Hochschulen im deutschsprachigen Raum zusammengetragen, die sie u.a. auf der GNEL-Map zur Verfügung stellt. So lassen sich auf der GNEL-Map Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden, an denen die Neuen Englischsprachigen Literaturen und Kulturen regelmäßig gelehrt werden (siehe www.gnel.de/map). Die GNEL-Map stellt eine direkte Verbindung zu den Profilen der Institutionen sowie einzelnen Wissenschaftler(inne)n her, die in diesem Bereich forschen und lehren.

 

Kontakt & Mitgliedschaft

Die Gesellschaft für die Neuen Englischsprachigen Literaturen hat derzeit mehr als 230 Mitglieder. Wenn Ihnen am wissenschaftlichen Austausch über diese Literaturen gelegen ist; wenn Sie Interesse haben an Informationen zum wissenschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kontakt zu den entsprechenden Ländern; wenn Ihnen der Dialog mit Autor(inn)en und Wissenschaftler(inne)n aus diesen Ländern ein Anliegen ist – dann sind Sie uns als Mitglied willkommen.

Haben Sie Interesse? Dann schreiben Sie an:

Gesellschaft für die Neuen Englischsprachigen Literaturen (GNEL) e.V.
Prof. Dr. Mark Stein
Chair of English, Postcolonial and Media Studies
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Johannisstr. 12-20
48143 Münster
Email: M.Stein.GNEL@gmail.com

Die Mitgliedsgebühren betragen pro Jahr € 50,- bzw. (für Studierende) € 20,-. Für die Arbeit der GNEL sind wir auf finanzielle Förderung angewiesen. Für Spenden sind wir deshalb sehr dankbar. Die GNEL ist vom Finanzamt Frankfurt am Main als gemeinnütziger Verein anerkannt; Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

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Informationen für Studierende (pdf)

GNEL-Infobroschüre (pdf)

Bitte beachten Sie, dass die GNEL-Infobroschüre für den beidseitigen Druck auf DinA4-Querformat formatiert ist.

 
 
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